Mit meiner alten Lehrerin Eva Smirnova nach ihrem grandiosen Konzert in Bad Kissingen, wo sie ein wunderschönes und virtuoses Programm russischer Komponisten darbot.

Tschaikowski’s Zyklus für Klavier “Die Jahreszeiten” interpretierte sie klanglich hochpoetisch und sinnlich, mit Klangketten von herzzerreißender Tiefe.

Bei Sergei Prokofjew’s Konzert-Suite für Klavier aus dem Ballett “Romeo und Julia” konnte man auf den von ihrem präzisem Anschlag in die Luft gezauberten Tonwelten dahinschweben, das Thema der Liebe füllte sie sowohl mit neckisch-spielerischem als auch tragischem Gestus voll aus, ohne dabei – eine große Gefahr aufgrund des hohen Bekanntheitsgrade des Stückes – pathetisch zu wirken.

Danach ein ebenso bekanntes Stück, Tschaikowski’s Konzert-Suite für Klavier aus dem Ballett “Nussknacker”, arrangiert von Mikhail Pletnev – unvergesslich virtuos der “Grand Pas de deux” mit dem sie ihrer Schule alle Ehre machte und an die Größe russischer Interpreten denken ließ, in deren Reihe sie sehr wohl steht, auch durchaus mit ihrer Eigenart und Charakter.

Als Abschluss durfte auch Rachmaninow natürlich nicht fehlen, 2 Études tableux, opus 33 Nr. 8 g-Moll und opus 39 Nr. 5 es-Moll, bei denen sie – zum Schluss hin noch einmal voll Fahrt aufnehmend – noch einmal ihre vollendete technische Brillanz präsentieren konnte.